Privat oder gesetzlich?

Juli 21, 2011Posted by Ulrike

 

Immer wieder stellt man sich die Frage, werden Leute in der Privaten Krankenversicherung wirklich bevorzugt. Erhalten sie bessere Leistungen? Kommen sie schneller dran?


Manchmal scheint es so. Sitzt man im Wartezimmer einer Praxis und hat fünf Leute um sich, von denen 2 vorher schon da waren und 3 danach gekommen sind, geht man eigentlich davon aus in der Reihenfolge des Eintreffens dranzukommen. Doch häufig bin ich der letzte der an der Reihe ist. Sind die anderen etwa Privatpatienten und haben Vorrang oder haben sie einfach einen Termin und ich nicht? Sollte ich etwa auch Privatpatient werden?


Ob sich so ein Wechsel wirklich lohnt, hängt von vielen Umständen ab. Zum einen vom Gesundheitszustand. Wer schwer krank ist oder es in den letzten 5 Jahren war, wird es schwer haben in eine Private Versicheung zu wechseln, denn je schwerer die Krankheit umso höher die Beiträge. Auch Familien mit vielen Kindern sollten in der Gesetzlichen bleiben, denn anders als dort, muss man in der Privaten für jedes Kind einen Beitrag zahlen.


Gut haben es wiederrum die Angestellten die gut verdienen. Für sie lohnt sich ein Wechsel durchaus. Denn mit steigendem Einkommen steigen auch die Beiträge in der Gesetzlichen und der Höchstsatz kann durch eine Private leicht unterboten werden. Wer sich seiner Sache unsicher ist, sollte immer zu einem Versicherungsvergleich greifen, wie sie von Internetseiten wie Finanzcheck angeboten werden.


Ich habe einen solchen Test gemacht und musste feststellen, dass ich in einer Privaten durchaus besser aufgehoben bin. Die Leistungen sind schon umfangreicher und man kann bei Krankenhausaufenthalten auch verlangen nur vom Chefarzt behandelt zu werden. Wer gern ein bisschen mehr komfort möchte, kommt in einer Privaten auch auf seine Kosten. Man kann alles absichern was man möchte, sogar seine Zähne. Natürlich hat das auch seinen Preis, aber was tut man nicht alles für seine Gesundheit.